Station 4 - Futtergewinnung

Ein zentrales Aufgabenfeld des Landwirts ist es, die Äcker und Wiesen zu bewirtschaften, um die Ernährung für Mensch und Tier sicherzustellen. Allein für Futtermittel werden jährlich in Deutschland 80 Millionen Tonnen verbraucht.1 War dies früher noch mit schweißtreibender Handarbeit verbunden, erleichtern heutzutage modernste Maschinen und Geräte diese Arbeit. Von GPS gesteuerten Traktoren über sensorisch arbeitende Maschinen bis hin zur computergesteuerten Fütterung sind der modernen Landwirtschaft keine Grenzen gesetzt.

Das Ziel des Landwirts ist es, dadurch seine Produktionsmittel wie Dünger und Pflanzenschutz kostengünstig, effizient und umweltschonend einzusetzen. Ein großer Schwerpunkt in unserem Betrieb ist das Grünland. Auf den ca. 100 Hektar Wiesen (entspricht etwa 200 Fußballfeldern), wächst das Hauptnahrungsmittel für unser Rindvieh. Der Großteil wird in Form von hochwertiger Silage geerntet und in sogenannten Fahrsilos eingelagert.

Auf unseren EU geschützten Flora-Fauna-Habitat-Wiesen wird in der Regel Heu gemacht. Durch den hohen Grasanteil von ca. 65% in der Ration erhalten wir in unserer Milch und im Fleisch sehr hohe Anteile an Omega-3-Fettsäuren, die in der Ernährung eine große Rolle spielen. Um die Pflanzen, die auf unseren Feldern wachsen, zu ernähren, wird überwiegend Gülle und Mist sowie etwas Mineraldünger eingesetzt. Das Lager für die Gülle befindet sich in den runden Betonbehältern. 2016 bewirtschaften 275.000 Betriebe rund 17 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, das entspricht etwa 62 Hektar Fläche pro Betrieb. 1990 waren es noch 450.000 Betriebe.2

 

 

 

Quellenangabe:

1 Amt für Landwirtschaft

2 Amt für Landwirtschaft